Nur eine Ewigkeit mit Dir von K.Moninger

Nur eine Ewigkeit mit Dir CoverTitel: Nur eine Ewigkeit mit Dir
Autor: Kristina Moninger
Verlag: FeuerWerkeVerlag
eBook

„Ich stehe auf einer Brücke. Fest entschlossen, mich herunter zu stürzen. Meine dunklen Jahre sind vorbei.“ (S.8)

Als Jonas Lilly von der Brücke in seine Arme zerrt, rettet er nicht nur ihr Leben, sondern katapultiert sie auch in eine andere Zeit, in ein anderes Leben.
Lene lebte zu Hitlers Zeiten, sie hatte kein leichtes Leben, ohne Mutter, hart arbeitend. Und doch gab es einen Lichtblick in ihrem Leben: Paul.
Lilly ist neugierig geworden. Vorbei ist die Dunkelheit, vorbei der Schmerz, vorbei die Selbstmordgedanken. Wer ist dieser Jonas, und was hat es mit Lene und ihren Erinnerungen auf sich? Er wirkt so vertraut, und Lilly erzählt ihm alles, ohne zu wissen, woher diese Vertrautheit kommt. Wird sie das Rätsel um Jonas, Lene und Paul lösen können?

Dieses Buch ist kein Buch über Selbstmord, sondern über das Leben. Vor allem, wie man wieder zurück findet, wenn man eigentlich schon aufgegeben hat. Und dass es gar nicht so einfach ist, es garantiert nicht von jetzt auf gleich geht, und Zeit braucht. Und Verständnis auf beiden Seiten.
Gleichzeitig ist es ein Buch über das Schicksal, in Form von Jonas. Und was passiert, denn das Schicksal seinen eigenen Kopf hat.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Lilly und Jonas, mit Einschüben aus Lenes Tagebuch. Der Schreibstil ist sehr flüssig, und geht tief ins Herz. Dieses Buch ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine Geschichte für‘s Herz, und für die Seele. Kein Quickie, sondern etwas langfristiges. Steht am Anfang noch der vereitelte Selbstmord, wächst daraus etwas sehr Komplexes, manchmal schwer greifbares. Und mittendrin das mystische, das Schicksal, und die Vorherbestimmung. Dieses Buch ist schwer in Worte zu fassen. Es macht neugierig, traurig, glücklich, nachdenklich, verwundert, durcheinander, und berührt einen. Es ist aber auch ein Buch über Verlust und Trauer, und daher gar nicht so leicht zu verdauen.

Magisterium von H.Black und C.Clare

20160630_201808Titel: Magisterium – Der Weg ins Labyrinth (Band 1)
Autor: Holly Black, Cassandra Clare
Verlag: one
Gebundene Ausgabe
Reihe

Callum Hunt ist sehr bekannt in seiner Heimatstadt, und auf die gute Art. Er ist nicht nur bekannt, weil er durch einen Unfall als Baby humpelt und sich davon von nichts abhalten lsst, sondern weil er oft Ärger macht. Und trotzdem hofft er bei der Prüfung für das Magisterium durchzufallen und in seine Heimatstadt zurückkehren zu können. Wer am Magisterium angenommen wird, wird zum Magier ausgebildet, und Call kennt von seinem Vater die ganzen Geschichten. Im Magisterium sterben Schüler, und niemand interessiert sich dafür. Und obwohl Call die mieseste Punktzahl von allen hat, wählt Master Rufus ausgerechnet ihn als einen von der Schülern. Ist das Magistterium und die Ausbildung zum Magier wirklich so gefährlich, wie sein Vater immer behauptet hat?

Dieses Buch ist spannend. Man lernt viel über die Gesellschaft der Magier, den letzten Krieg, den Feind des Todes, und über Freundschaft. Zeitweilig erinnert das Buch an Harry Potter: drei Freunde, das Mädchen ist sehr fleißig, sie geraten oft in Ärger, aber Meister Rufus ist total nett und sieht darüber hinweg. Aber das ist eigentlich nur nebensächlich, denn was Call im Magisterium erlebt ist mitreißend.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und der Leser entwickelt sich mit Call und seinen Freunden zum richtigen Kenner des Labyrinths. Also hier eine ganz klare Leseempfehlung.

Nach dem Sommer von M.Stiefvater

20151114_224531Titel: Nach dem Sommer (Band 1)
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: script 5
Gebundene Ausgabe
Trilogie: Die Wölfe von Mercy Falls

„Zum ersten Mal in meinem Leben
war ich hier
und nirgendwo sonst.“ (S.101)

Grace wurde als Kind von Wölfen angegriffen. Im Winter. Von einer Schaukel gezerrt und in den Wald verschleppt. Sie hat sich nicht gewehrt, dachte das Leben wäre schon vorbei, als ein Wolf mit stechend gelben Augen kam, und sie irgendwie gerettet hat. Seitdem sieht sie ihn immer im Wald hinter dem Haus, aber nur im Winter. Deswegen ist es ihre liebste Jahreszeit. Als dann Jahre später ein Mitschüler, Jack, von Wölfen angegriffen wurde, und die Stadt Jagd auf sie macht, findet Grace einen angeschossenen Jungen auf ihrer Veranda und weiß ganz genau, das ist ihr Wolf.

Dieses Buch ist niedlich. Und Spannend. So viele Andeutungen, die einfach beiseite geschoben werden, und später mit Anlauf in dein Gesicht springen und rufen „Tadaa, da bin ich, hast mich schon erwartet?“ und man nur noch den Kopf auf den Tisch knallen lässt, weil man das auch einfach beiseite geschoben hat.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, sehr einnehmend. Die Geschichte wird aus Graces und Sams Sicht abwechselnd erzählt. Über den Kapiteln steht immer, aus wessen sich gerade erzählt wird, und die Außentemperatur. Warum, das wird relativ schnell erklärt, aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Sam ist ein atemberaubender Charakter, sowohl als Wolf, als auch als Mensch. Und Grace ist die perfekte Ergänzung. Und die beiden sind so süß! Aber neben der ganzen Beziehung der beiden, stehen natürlich so einige Fragen im Raum: Warum hat Grace sich nach dem Wolfangriff nicht verwandelt? Was ist aus Jack geworden? Und was ist mit Sams Rudel? Und Shelby?
Die Antworten dazu findet ihr in Die Wölfe von Mercy Falls. Ganz klare Leseempfehlung.

Monatsrückblick: Juli 2016

Der frühe Bücherwurm schreibt den Monatsrückblick, oder wie ging nochmal das Sprichtwort? Hier sind meine gelesenen Bücher:

– Die Rebellion der Maddie Freeman
– Maddie – Der Widerstand geht weiter
– Erasmus Emmerich & DIe Maskerade der Madame Mallarmé
– Heaven and Hell
– Coherent
– Lockwood&Co.
– Butterfly Kiss – 3x küsst sich besser
– Flammenmädchen
– Der silberne Traum
– Nur eine Ewigkeit mit dir (ET: 09.08.2016)
– Talon – Drachenzeit
– Ormog – Der letzte weiße Magie
– Blutwald
– Sternenwald
– Death

Das macht 15 beendete Bücher und 5139 gelesene Seiten. Damit habe ch 2 Bücher mehr gelesen als im Juli 2015, und fast 1000 Seiten mehr. Kommen wir zu meinen Neuzugängen:
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Ich hab zwar mal wieder meine Regale umgeräumt, aber ich zeige euch nur meinen SuB.
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Top Charakter: Es gibt so viele! Erasmus Emmerich und die Qualmfee, Robin und Emilian, Lockwood und seine Gang, und und und
Flop Charakter: Adam und Lizzie, so verzogene, verblendete Teenager furchtbar
Top des Monats: So viele tolle, gute, fantastische, mitreißende Bücher. Sternenwald!!!
Flop des Monats: Death. Eindeutig leseverschwendung.

Death von M.Burgess

20151224_124450Titel: Death
Autor: Melvin Burgess
Verlag: Chicken House
Taschenbuch

„Was würde auf deiner Draufgeh-Liste stehen?“ (S.37)

Wenn du noch genau eine Woche zu Leben hättest, körperlich fit, gesund, gutaussehend und jung, was würdest du tun? Nachdem Lizzie und Adam bei dem letzten Konzert von Jimmy Earle waren, bei dem Jimmy an der Droge Death gestorben ist, hatten sie das Gefühl ihnen würde die Zukunft gehören. Und dieses Gefühl trieb sie durch die Stadt, die in Krawall und Rebellion unterging. Alles angestiftet von Jimmy Earles Tod, und der Droge Death.
Ursprünglich war Death ein Medikament, das als Sterbehilfe gedacht war. Es beschert einem eine fantastische Woche, und einen schnellen Tod. Als Adams Leben zerbricht, weil erst sein Bruder Jess stirbt und er dann Lizzie verliert, nimmt er Death. Was hat er schon zu verlieren?

„Er und sterben? Unmöglich! Er hatte sich noch nie so lebendig gefühlt.“ (S.103)

Dieses Buch ist vor allem eins: aufwühlend. Nachdem Adam Death genommen hat, und ihm das bewusst wird, macht er eine Draufgeh-Liste. Bei dieser Draufgeh-Liste kann man sich nur an den Kopf fassen, bis auf den letzten Punkt ist doch alles irgendwie Mist. Und er versucht unter allen Umständen seine Liste abzuarbeiten, und verzweifelt völlig daran.
Das Buch ist in drei Teile geteilt: Death, Die Liste und Revolution. Es erweckt Hoffnung, zerschmettert sie, und lässt sie eventuell wieder aufblühen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, der Erzähler ist allwissend, aber die Perspektive ändert sich zwischendurch. Adam und Lizzie sind zwei ziemlich beknackte Teenager, und die Psychopathen, Mafiabosse und ätzenden Cousinen machen das alles zwar aufregender, aber auch irgendwie anstrengend. Klar, ich will wissen, wie es weitergeht, aber an sich ist das Buch nervig. Mir gefallen die Charaktere nicht, und doch lässt sich das Buch so leicht lesen, dass man schon fast fertig ist, bevor man weiß, wie einem geschieht. Und dann kann man es auch durchziehen.
Vielleicht verändert das Buch die Sicht auf das Leben, vielleicht verändert das Buch Leben. Vielleicht ist es aber auch einfach nur mühsam darüber nachzudenken, wie ätzend das eigene Leben ist, und dass es in Büchern nicht unbedingt besser sein muss. Alles in allem ist das Buch interessant, aber nicht interessant genug, um ihm mehr Aufmerksamkeit zu schenken als nötig.

Hier findet ihr die Rezension dazu aus der Bücherstöberecke.

Sternenwald von J.Heiland

SternenwaldTitel: Sternenwald (Band 3)
Autor: Julie Heiland
Verlag: FJB
Gebundene Ausgabe
Trilogie

Achtung! Spoiler zu Bannwald und Blutwald.

„Wir haben gesehen, wie die Menschen auf die Welt kamen, wie sie alles an sich rissen und schon von Beginn an zerstörten. Sie haben gegeneinander gekämpft. Kriege geführt. Es schien, als könnten sie gar nicht anders.“ (S. 233)

Robin ist die Flucht gelungen, doch Emilian wurde gefangen genommen. Obwohl Robin endlich frei ist, kann sie an nichts anderes denken, als an Emilian. Lebt er nocht? Was macht Birkaras mit ihm? Bei den Aries wird gut für sie gesorgt, doch das lenkt sie nicht von ihrer eigentlichen Aufgabe ab: die Leonen von der Knechtschaft der Tauren befreien, und mit Emilian glücklich werden. Auf dem Weg ins Taurengebiet erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite. Wird Robin es gelingen Emilian zu Retten und die Leonen zu befreien?

Dieses Buch schließt nahtlos an Blutwald an, was auch gut ist, da Band 2 mit einem üblen Cliffhanger geendet hat. Aber Rettung naht, in Form von Sternenwald. Und dieses Buch ist genauso fantastisch wie die anderen beiden. Der Leser lernt diesmal mehr über die Sternenmenschen, woher sie kommen, warum es sie gibt, sehr spannend. Auch die Verbindung zwischen Robin und Birkaras wird endlich erklärt.
Robin ist eine sehr starke Persönlichkeit, die mich nicht mehr los lässt. Ganz egal, wie toll Emilian ist, ich bin auch ein wenig Team Robin 😀 Ihre Stärke, ihr Mut, ihr Durchhaltevermögen. Ich hätte mich wahrscheinlich schon längst in einer Ecke eingekringelt und wäre einsam gestorben. Dass Robin die Anführerin der Leonen ist, merkt man in diesem Buch sehr gut. Wie? Na das lest am besten selber nach.

Rezension aus der Bücherstöberecke

Blutwald von J.Heiland

BlutwaldTitel: Blutwald (Band 2)
Autor: Julie Heiland
Verlag: FJB
Gebundene Ausgabe
Trilogie

Achtun Spoiler! Hier geht es zu Bannwald (Band 1)

Robins Leben ist aus den Fugen geraten. Nach dem Tod des Anführers der Leonen, soll Robin den Stamm nun anführen. Doch sie fühlt sich verloren. Ihr fehlt Almaras, ihr Vater und Anführer der Leonen. Und ihr fehlt Emilian. Doch Laurin ist weiterhin an ihrer Seite, und versucht sie zurück zu sich selbst zu führen. Doch das alles ist zu viel für Robin. Als dann ihr Vater von ihr verlangt, zu den Tauren zu ziehen, steht sie vor einer großen Entscheidung: Lässt sie ihren Stamm im Stich und schützt ihn so vor der Rache Birkaras, oder bleibt sie im Dorf auf die Gefahr hin, dass Birkaras sich an den Dorfbewohnern rächen wird?

Warum sind starke Protagonistinnen im zweiten Teil so weinerlich? Sei es Tris in Insurgent, oder eben Robin in Blutwald. (Achtung Spoiler zu Insurgent) Allerdings brauch Robin nicht fast zu sterben, um sich wieder zu fangen, worüber ich sehr froh bin. Ihr Vater, Birkaras, weckt ihren Kampfgeist und Widerstand, und so mag ich Robin am liebsten.
Und wer hat Emanuel bloß diese Selbstzweifel und dieses schlechte Bild von sich selbst eingepflanzt? Der Schuldige verdient ein High Five. Ins Gesicht. Mit einem Stuhl.
Ich leide jede Minute mit Robin und Emanuel mit, fiebere, hoffe, weine, oder wie Ronja aus der Bücherstöberecke so schön gesagt hat „Während ich hier sitze und schreibe, schreit mein Herz und blutet…“

So, ich muss jetzt mein letztes Hemd verscherbeln um Sternenwald kaufen zu können.

Ormog von T.Engel

OrmogTitel: Ormog – Der letzte weiße Magier
Autor: Thomas Engel
Verlag: Fabulus-Verlag
Gebundene Ausgabe

„Und schon gar nicht, um den Durst des Volkes nach Rache an Menschen zu befriedigen, die andersartig sind als sie!“ (S.80)

Klappentext:
Auf dem Planeten Magnus leben Menschen zusammen mit anderen vernunftbegabten Wesen. Magische Kräfte sind allgegenwärtig. Zwischen den Mitgliedern des Weißen Ordens und den abtrünnigen Gorgulzauberern entspinnt sich ein Machtkampf, der das einst blühende Reich von Kamal zu zerreißen droht. Im Konflikt auf Leben und Tod versuchen der Weißmagier Ormog und seine Gefährten zu verhindern, dass der Dunkle Meister der Gorgul sein Ziel erreicht: die unumschränkte Herrschaft des Bösen. Das Blatt wendet sich, als Ormog sich mit seiner gefährlichsten Gegnerin verbündet. Vatya, die Elitekämpferin der Gorgul, wechselt die Seiten. 
Können sie und Ormog ihre Zivilisation vor dem Untergang bewahren?

Das Buch ist… nett. Umfangreich. Es kommen sehr viele Namen und Begriffe vor, die leider nicht immer erklärt werden. Magnus ist eine völlig neue Welt, die dem Leser leider etwas fremd bleibt. Der Perspektivwechsel macht es auch nicht leichter. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die mit Unterüberschriften nochmal unterteilt sind. Diese Unterüberschriften geben die momentane Perspektive an. Teilweise wechselt die in den Abschnitten nochmal, was für mich schon verwirrend war, und das Folgen des Geschehens anstrengend.
Die Geschichte über Ormog und Vatya ist nett, aber kompliziert. Ich habe von dem Buch mehr Spannung erwartet, so dass das Lesen eher zäh voran kam. Der Einstieg war schon sehr zäh, wohingegen die Verfolgung spannender war, um danach wieder zäh voranzuschreiten.
Alles in allem ist das Buch sehr durchwachsen. Vielleicht habe ich auch nur zu viel erwartet. Die Grundidee der Geschichte ist schön, die Umsetzung hat mir nicht so gefallen, vor allem durch den ständigen Perspektivwechsel, wobei ich Perspektivwechsel sehr gerne hab. Aber in dem Buch wurde es übertrieben.

Die Bienenhüterin von S.M.Kidd

The Secret Life of BeesTitel: Die Bienenhüterin (The Secret Life of Bees)
Autor: Sue Monk Kidd
Verlag: Penguin
englisches Taschenbuch

„Manche Dinge sind einfach nicht so wichtig. Wie die Farbe eines Hauses. Aber einen Menschen glücklich machen, das ist wichtig.“

Lily ist 14 und lebt mit ihrem Vater T.Ray in South Carolina 1964. Sie erinnert sich nur vage an ihre Mutter, glaubt aber sie mit 4 Jahren umgebracht zu haben. Alles, was ihr von ihrer Mutter geblieben ist, passt in eine kleine Kiste. Unter anderem ein Bild einer schwarzen Madonna mit der Aufschrift Tiburon, South Carolina.
Als ihr Hausmädchen Rosaleen sich in die Wählerliste für Schwarze eintragen möchte und Ärger mit ein paar Weißen bekommt und dafür festgenommen wird, beschließt Lily sie zu retten und nach Tiburon zu fliehen. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und ihrer Mutter, kommt Lily zu drei Bienenhüterinnen, und lernt ein ganz neues Leben kennen.

Dieses Buch ist der Wahnsinn. Es geht um Liebe, Mutterliebe, Bienen, Honig, Glauben, Erwachsenwerden, und Rassismus in der USA. Die Geschichte erzählt Lily, und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihre Geschichte nimmt einen mit und lässt nicht mehr los.

Der Film dazu ist genauso gut. Wobei die Informationen zu den Bienen fehlerhaft sind. Da mein Mann selber imkert, kann ich das einfach so sagen 😀 Also hört nicht auf August, wenn sie Lily was über Bienen sagt, zumindest am Anfang. Aber ansonsten ist die Umsetzung fantastisch. Genauso hab ich mir die drei Schwestern in ihrem pinken Haus vorgestellt. Ich kann also Buch und Film gleichermaßen empfehlen.

Heaven & Hell von F.Göbke

Heaven&Hell1 CoverTitel: Heaven & Hell – Zwischen Liebe und Lust
Autor: Franziska Göbke
eBook

Junes Herz wurde gebrochen. Ihr Freund Alexander ist ihr fremd gegangen. Sie hat ihre Sachen gepackt und woanders ein neues Leben begonnen. Das ist jetzt zwei Jahre her. Auch wenn ihr neuer Job nicht das wahre ist, sorgt zumindest ihr Alter Ego Heaven für die Nötige Abwechslung, denn als Heaven macht June die Bars unsicher, und die Männer verrückt. Doch länger als eine Nacht bleibt sie nicht. Doch eines Tages holt ihre Vergangenheit sie unverhofft wieder ein. Wird sich alles wiederholen?

Dieses Buch ist einfach, aber genau deswegen total schön. Der Schreibstil ist sehr flüssig, was bei der Autorin nicht anders zu erwarten war. Die Lesefluss ist stetig, und sehr schön. Man versinkt in der Geschichte, fühlt mit June und leidet mit Alexander mit. Sehr schön finde ich die abwechselnde Perspektive zwischen den beiden Protagonisten, aber das gefällt mir ja sowieso immer sehr. Auch die Wendung zum Schluss hin hat mich sehr überrascht, aber was genau ich damit meine, muss jeder schon selbst heraus finden. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Talon von J.Kagawa

Talon 1Titel: Talon – Drachenzeit (Band 1)
Autor: Julie Kagawa
Verlag: heyne fliegt
Gebundene Ausgabe
Trilogie

„Mein Leben lang hatte man mir nur beigebracht, wie man kämpft. […] Nichts davon hatte mich darauf vorbereitet, mit einem Mädchen auf dem Beifahrersitz meines Wagens zu reden.“ (S.153)

Ember und Dante sind zwei Nestlinge, so werden junge Drachen genannt. Nach 16 Jahren dürfen sie Talon verlassen und sollen unter den Menschen leben. Beobachte, assimilieren, einfügen heißt der Auftrag. Und in Californien fällt das auch gar nicht so schwer und schnell haben die beiden Freunde gefunden. Doch dann taucht ein geheimnisvoller Biker auf, der Ember nicht aus den Augen lässt und den Drachen in ihr weckt. Bedeutet er Gefahr, so wie Talon ihr das beigebracht hat?
Garret gehört zum St.Georgs Orden. Seine Aufgabe ist es Drachen zu töten. Seit er 14 Jahre alt ist, geht er auch auf Außeneinsätze. Jetzt, 3 Jahre später, soll er eine Gruppe Teenager infiltrieren, doch seine Außeneinsätze und Kampferfahrung haben ihn nicht auf Ember vorbereitet.

Manchmal sind Bücher eines Autors richtig gut, und andere wiederum nicht. Doch wer die Plötzlich Fee Reihe von Julie Kagawa kennt, weiß wie fesselnd ihre Bücher sind. Bei Talon ist das nicht anders.
Zu erst einmal ist die Idee von Drachen, die sich unerkannt zwischen den Menschen aufhalten, super. Alles, was über Drachen bekannt ist, und das alles in Menschen verpackt, macht ein sehr spannendes Setting. Der Orden und der Einzelgänger bringen die nötige Spannung ins Buch. Und natürlich darf eine Romanze und Geschwisterkabbelei nicht fehlen.
Ember ist ein quirliger, aufregender Charakter. Sie ist nicht das schüchterne Mädchen, sondern geht auf alles los und schaut später, was draus wird. Ihr Zwilling Dante ist dagegen eher der Ruhepol. Trotzdem sind sie ein Herz und eine Seele, meistens zumindest.
Und Talon? Was ist Talon eigentlich? Das müsst ihr, mit Ember zusammen, schon selber rausfinden.

Butterfly Kiss von F.Göbke

Butterfly Kiss 1
Titel: Butterfly Kiss – 3x küsst sich’s besser (Band 1)
Autor: Franziska Göbke
eBook
Reihe

Liz verbringt ihre Abende gerne mit Feiern mit ihren Freundinnen. Nach einem dieser Abende geht es ihr gar nicht so gut, als sie sich auf dem Heimweg befindet, weswegen sie sich an einer Mauer abstützt. Und gerade als es ihr am wenigsten passt, macht so’n Macho sie auch noch an.

Wie schreibt man eine Rezension zu einem Kurzroman? Ganz kurz jedenfalls 😀 Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich Liz ins Herz geschlossen, was nicht nur am Namen liegt. Sie ist so herrlich sarkastisch, ihr trockener Humor spricht mich total an. Naja und Mark ist ja wohl ein Traumtyp, das merkt man sofort. Und obwohl er nicht fast 2m groß ist, wie bei der Autorin üblich, ist er auf jeden Fall gut gebaut, auch mit nur 1,85m. Der Schreibstil ist locker und leicht, sehr flüssig und sehr angenehm. Ich war sehr traurig, als der Kurzroman vorbei war und hoffe sehnsüchtig auf Band 2.

Der Silberne Traum von T.Finn

20160630_201808Titel: Der Silberne Traum
Autor: Thomas Finn
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Gebundene Ausgabe
Prequel zur Trilogie Die Chroniken der Nebelkriege

Klappentext:
Die Elfe Fi erwacht auf einem verlassenen Schiff mitten im Nordmeer. Ihre Erinnerungen sind wie weggewischt. Nur vereinzelt blitzen schreckliche Bilder in ihrem Kopf auf: Die Nebelkönigin Morgoya hat die Heimat des Elfenvolkes zerstört und es in die Sklaverei geführt. Doch was ist danach geschehen? Wie ist Fi auf das Schiff gelangt? Und was haben die rätselhaften Träume zu bedeuten, die sie heimsuchen? Die Elfe weiß nur eins: Sie muss den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Und sie braucht starke Verbündete, denn die Schattenkreaturen der finsteren Herrscherin lauern überall.

Ich kenn die Chroniken der Nebelkriege nicht, aber dieses Buch hat mich neugierig gemacht. Dieses Prequel ist sehr umfangreich. Man wird direkt ins Geschehen geworfen, als Fi ohne Gedächtnis aufwacht, und prompt das Leben der Klabauterkapitäns und seiner Crew retten muss. Doch ohne zu Verzweifeln stürzt sie sich in das Abenteuer, denn irgendwie wird sie ihr Gedächtnis schon wiederbekommen. Auf dem Weg trifft sie nicht nur Verbündete, sondern lernt auch neue Freunde kennen, und Wesen, die nicht das sind was sie scheinen.
Fi ist ein bewundernswerter Charakter. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich nicht wüsste was ich die letzten 20 Jahre getrieben habe, aber Fi folgt ihrem Instinkt, und ihrem Herzen, und ihre Verbündete und Freunde helfen ihr im Kampf gegen Morgoya.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, alles ist sehr umfangreich beschrieben und man stürzt von einer spannenden Szene in die nächste, kommt kaum zu Atem, geschweige denn dazu alles zu verarbeiten. Genau wie Fi. Doch am Ende offenbart sich das Große Ganze und alles ergibt einen Sinn. Oder doch nicht? Es macht definitiv Lust auf mehr.

Gegen das Vergessen – Zwei Zeitzeugen berichten

Zwei Zeitzeugen berichten

Die meisten Artikel und Bücher Gegen das Vergessen und über den zweiten Weltkrieg handeln vor allem von ehemaligen KZ-Insassen, deportierten Menschen, Juden, Kommunisten, etc. Oder von Menschen, die sich verstecken mussten, oder auswandern, weil sie sonst im KZ gelandet wären. Doch was ist mit den Deutschen, die keine Nazis waren, und keine Kommunisten, Juden, Andersgläubige, Homosexuelle, geistig Behinderte, psychisch Kranke, etc., sondern „ganz normale“ Menschen? Ich habe das Glück zwei bewundernswerte Menschen zu kennen, die zu diesen „ganz normalen“ Menschen gehören. Und ich hatte die Ehre zu einem Interview mit diesen beiden Menschen. Die Rede ist von meinen Großeltern, Hannelore und Erich. Ihre Geschichten scheinen auf den ersten Blick nichts besonderes, doch ich bin der Meinung, dass auch das Schicksal von diesen beiden nicht vergessen werden sollte. Sie stehen für alle Deutschen, die vor den Fronten fliehen mussten, die ihre Häuser verlassen musste, weil sie Angst vor dem Krieg hatten, dessen Ende sich nahte. Sie stehen aber auch für alle Helden, die ihr Leben selbst in die Hand genommen haben, die im richtigen Augenblick mitgedacht und so ihr Leben retten konnten. Doch ich möchte nicht um den heißen Brei reden, ich möchte euch die beiden vorstellen:

Meine Oma, Hannelore

Hannelore wurde im Juli 1932 geboren, sie hat noch einen jüngeren Bruder, der 1935 geboren wurde. Damals wurden die Kinder zu Ostern eingeschult, sodass Hannelore mit 5, also zu Ostern 1938, eingeschult wurde. Da sie erst ein Jahr alt war, als Hitler an die Macht kam, konnte sie mir dazu nicht viel sagen, doch den Beginn des Krieges hat sie trotz ihrer jungen Jahre mitbekommen.
Hannelore lebte mit ihrem Bruder bei ihren Großeltern in Potsdam. Ihre Mutter hatte einen Gastwirt geheiratet, Zwillinge mit ihm bekommen und bei ihm gelebt und in dem Gasthof ausgeholfen. Als der Krieg 1939 anfing, wurden viele Männer eingezogen, doch so ganz betroffen war Hannelore davon nicht, da ihr Großvater zu alt für den Krieg war.
Potsdam hat immer unter Bombenangriffen gelitten, doch als Deutschland den totalen Krieg erklärt hatte, ging das Gerücht um, dass Berlin verstärkt von den Briten bombardiert werden soll. Darauf hin wurden Hannelore und ihr Bruder nach Reppen (hinter der Oder) zur Mutter geholt. Von dort konnten sie Berlin brennen sehen.

Das Leben in Reppen

Aus Potsdam kannten sie Fliegeralarm, was sehr anstrengend für alle Menschen war, da die Bomber meist nachts kamen. Die Angriffe auf Berlin nahmen immer weiter zu.
Bis 1945 hat Hannelore in Reppen gelebt. Der Januar 1945 war sehr kalt, und die Fronten rückten immer näher, sodass auch in Reppen viele Flüchtlinge aus Ostpreußen ankamen. Da war Hannelore gerade 12 Jahre alt. Sie und andere Kinder mussten die Flüchtlinge vom Bahnhof abholen und zu ihren Quartieren bringen. Zu der Zeit hat jeder Flüchtlinge aufgenommen. Die Unsicherheit der Menschen wuchs, da die Front immer näher rückte. Mitlerweile wurden auch die jungen Männer eingezogen. Die ersten russischen Kriegsgefangenen sind in Reppen erschienen. Sie haben um Zwiebeln gebettelt, wegen der Vitamine, und manchmal haben sie auch welche bekommen.

Flucht aus Reppen

Durch die nahenden Fronten entstand eine allgemeine Fluchtbewegung ins Landesinnere, vor allem mit der Bahn und dem Treck (offene Pferdewagen, die Menschen mitgenommen haben). Die Mutter von Hannelore und ihre vier Kinder warteten in einem Gasthaus auf das Eintreffen des Trecks. Dort wurden auch Soldatentruppen verpflegt, bevor sie an die Front gingen. Ganz oft kam nur ein Bruchteil der Truppen wieder. Der Treck kam gar nicht. Als sie von einer Bahn hörten, sind alle aus dem Gasthaus los zum Bahnhof gelaufen. Der Weg war sehr lang, und die Bahn war sehr düster und völlig überfüllt. Es war ein Kraftakt alle auf diesen Wagen zu bekommen, doch irgendwie fanden sich Hannelore, ihre jüngeren Geschwister und die Mutter auf dem Wagon wieder. Er fuhr nur spärlich, mit vielen Stopps. Hannelore hatte gehört, dass die Oderbrücke gesprengt war und hatte befürchtet, dass der Zug geradewegs ins Wasser fährt.
Doch zum Glück kamen sie in Berlin an. Dort sind sie mit der S-Bahn nach Potsdam gefahren. Die Menschen in der Bahn haben der Familie angesehen, dass sie Flüchtlinge waren, und haben ihnen ihre Sitzplätze angeboten. Als sie in Potsdam ankamen, haben die Großeltern vor Freude geweint, weil sie sie schon für tot gehalten haben.
Da Hannelore nichts zum Anziehen hatte, außer die Schuhe ihrer Mutter und einen Mantel, den sie für den Treck angezogen hatte, haben sich die Nachbarn untereinander ausgeholfen.

Der Bombenangriff auf Potsdam 14.04.1945

Am 14. April wurde Potsdam bombardiert. Es hieß „die Tannenbäume kommen von oben“ oder die „Leuchtkugeln“. Hannelore befand sich mit ihrer Familie im Luftschutzkeller. Normalerweise blieb ihr Großvater immer in der Wohnung, doch diesmal ging er mit in den Keller. Er stand in der offenen Tür und hat die Gegend beobachtet. Er hat gesagt, alle sollen sich hinlegen. Und als die Bomben fielen, schwankte der Boden. Keiner hat geschrien oder gejammert. Obwohl der Angriff nur 30 Minuten dauerte, war das die längste halbe Stunde in Hannelores Leben. Zum Glück für Potsdam fielen einige Bomben im Wald runter, da die Leuchtmarkierung durch den starken Wind abgetrieben wurden. So wurde nur die Hälfte von Potsdam zerstört.

Ende des Krieges, Mai 1945

Im Mai 1945 stand Hannelore zum Brot kaufen an, als russische Soldaten auf einem LKW durch die Straße fuhren. So hat sie vom Kriegsende erfahren und die Besatzungszeit begann. Hannelore hat erzählt, dass die Russen immer Suppe gekocht haben und den Kindern davon abgegeben haben. Außerdem haben sie auf einem Panjewagen Brot gebacken und verteilt. Allgemein hat sie die russischen Soldaten als sehr kinderlieb in Erinnerung.

Mein Opa, Erich

Erich wurde im Oktober 1927 geboren, er hat einen jüngeren Bruder (1932) und eine jüngere Schwester (1942). Er wurde Ostern 1934 eingeschult, hat die Machtergreifung von Hitler aber kaum mitbekommen, weil er zu jung war. 1938 kam Erich auf eine Oberschule. Eigentlich war so eine Oberschule mit Abitur sehr teuer, es sei denn man bekam eine Freistelle. Doch durch den Test für die Freistelle ist er durchgefallen, weil ihm in Sport Punkte gefehlt haben. Zu seinem Glück, wie er rückblickend sagen muss, denn die Führungselite wurde dort ausgebildet. Durch Kontakte kam Erich auf eine andere Oberschule.
1939 war er begeistert vom Krieg, er hat immer die Truppenbewegungen verfolgt. Er war beim Jungvolk (10-14), die ihre Zeit vor allem mit Geländespielen verbracht haben. Daran war für Erich also nichts politisches. Später, ab 14 Jahre, kam man dann in die Hitlerjugend.

Der Luftwaffenhelfer

Mit 15 wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen. Sie wurden bei der großen Falk eingesetzt, erst in Potsdam und dann an vielen anderen Standorten, aber immer bei großen Werken (Fabriken), vor allem an den Beobachtungsgeräten, um die Zielposition der Luftwaffen zu justieren. Die „Fernrohre“ wurden immer von drei Luftwaffenhelfern bedienst, um die Höhe und Weite einzustellen.
Die Jungs mussten, damit sie als Hjler erkennbar sind, Armbinden tragen. Doch sie wollten viel lieber als junge Soldaten gesehen werden, und haben deswegen oft die Armbinde abgemacht und das Luftwaffenabzeichen an die Brust gepinnt.
Bei einem Werk in Erkner haben die Luftwaffenhelfer eine Stunde lang justiert. In der Zeit wurde das Werk schon komplett bombardiert. Oft waren die Angriffe schon, bevor die Luftabwehr stand.
1943-44 waren die Jungs relativ sicher als Beobachter. Erich erinnert sich auch noch, dass es sehr wichtig war möglichst viele verschiedene Splitter von u.a. Bomben zu sammeln.
Im Oktober 1944 wurde Erich als Luftwaffenhelfer entlassen und zum Arbeitsdienst geschickt. Der Arbeitsdienst dauerte normalerweise ein Jahr, diesmal aber nur 6 Woche. Sie haben dort vor alle Erdarbeiten erledigt, aber auch viele „Spatenübungen“, z.B. sollten sie die Spaten wie ein Gewehr präsentieren.
Erich wollte eigentlich Jagdflieger werden, deswegen wurde er erst nach Januar 1945 eingezogen, da er im Januar die Prüfung zum Segelflieger abgelegt hat.

Die Wehrmacht

Am 05.02.1945 wurde Erich zur Wehrmacht eingezogen. Erst kam er nach Oschatz, dann nach Bernau, von wo er im März an die Ostfront marschierte. Dort musste er Schützengräben mit Buchten ausheben, in denen sie dann auf den Feind gewartet haben. Er weiß noch, dass es immer neblig an der Front war, und sie waren oft im Sperrfeuer der „Stalinorgeln“. Erich hat in seinem ganzen Leben nur einen Schuss abgegeben, und der war um den Rost aus dem Karabiner zu entfernen, damit er beim Appell keine Ärger bekommt.

Die Flucht

Erich konnte von der Front aus sehen, dass Potsdam gebrannt hat. Als Hitler sich umgebracht hat, war Erich noch an der Front. Ende April 1945 war er Melder und musste immer das Essen für die Soldaten holen, doch er ist geflohen. Er ist über die Dörfer immer weiter nach Westen geflohen. In den Dörfern hat er sich als versprengt gemeldet und ist dann wieder entkommen, bevor er einer neuen Truppe zugeteilt wurde. Er ist teilweise auch auf Trecks mitgefahren, und einmal ist er sogar vor einem Russen geflohen und gerade so über einen Friedhof entkommen. Er kam als Deserteur bis an die Elbe. Auf der anderen Seite der Elbe waren schon die Amerikaner. Viele Menschen wollten über die Elbe in Sicherheit, doch die Amerikaner haben nur Soldaten genommen. Das kam Erich komisch vor, und so ist er nicht über die Elbe und hat sich der Uniform und Waffe entledigt. Am Ende ist er auf einem LKW mitgefahren, bis zu seinem Onkel 2. Grades, bei dem er sich dann versteckt hatte.
Als die Rotsoldaten kamen, sollten sich alle Männer an der Kirche versammeln. Erich hatte Angst, dass sie nach Sibirien kommen und hat sich deswegen auf der Kirche versteckt. Doch die Männer wurden nur zum Arbeitsdienst geschickt.

Kriegsende

Am 9.Mai 1945, Erich war 17 Jahre alt, ist er 70km nach Potsdam gelaufen, und hat seine Familie dort heil wiedergefunden. Zum Glück lebten sie in dem Teil Potsdams, der beim Bombenangriff verschont geblieben ist. Erich hat die Schule mit Abitur beendet und wurde dann Junglehrer. Später hat er Hannelore kennen gelernt, aber das ist eine andere Geschichte.

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Ich bewundere diese beiden Menschen, denn sie haben eine unglaubliche Geschichte hinter sich. Und damit diese Geschichten nicht in Vergessenheit geraten, teile ich sie mit euch. #GegendasVergessen

Flammenmädchen von S.Young

20151114_224541Titel: Flammenmädchen
Autor: Samantha Young
Verlag: Darkiss
Reihe

Ari steht kurz vor ihrem High-School-Abschluss und ihrem 18. Geburtstag. Ihr Vater ist Pharmareferent und lässt sie oft allein. Ihr bester Freund Charlie ertränkt seine Trauer seit 2 Jahren in schlechter Gesellschaft, und ihre Freundinnen Rachel und Staci reden nur noch über die zukünftigen Unis. Doch Ari möchte eigentlich gar nicht studieren, am allerwenigsten BWL. Doch sie fühlt sich allein und kann sich niemandem anvertrauen.
Als bei ihrer Party ein Dschinn ihr einen Wunsch erfüllen will, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen.

Dieses Buch ist überraschend, durch und durch. Nicht nur die Thematik der Dschinns, auch das drum herum. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und wollte es gar nicht wegpacken. Leider habe ich die nächsten Teile nicht.
Die Charaktere sind ansprechend, vor allem Ari ist sehr sympathisch, mir zumindest, und auch Jai hat so seine Momente. Wer Jai ist? Das müsst ihr schon selber lesen 😀